Eine „immer engere Union“ : Konkurrierende Europakonzepte und der Vertrag von Maastricht, 1987–1992

Was verstanden die Regierungen Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands sowie die Europäische Kommission unter dem Begriff „Europäische Union“ als sie Anfang der 1990er Jahre zur Gründung eben jener Union schritten? Ausgehend von dieser Leitfrage untersucht die Studie konkurrierende Unionskonze...

Ausführliche Beschreibung

Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Jaeschke, Victor 1992- (VerfasserIn)
Format: E-Book
Sprache:German
Veröffentlicht: München Wien : De Gruyter Oldenbourg, [2025]
Mit dem übergeordneten Werk verknüpfte Titel:Studien zur Internationalen Geschichte 60
Schlagworte:European federation HISTORY / General HISTORY / Modern / General HISTORY / Modern / 20th Century HISTORY / Modern / 21st Century Europäische Union Vertrag von Maastricht Zukunftsvorstellungen Internationale Geschichte European Union mehr... Maastricht Treaty visions of the future international history Frankreich Großbritannien Deutschland Europäische Kommission Konzeption Geschichte 1984-1992
Umfang:1 Online-Ressource (XII, 365 p.)
Beschreibung
Zusammenfassung:Was verstanden die Regierungen Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands sowie die Europäische Kommission unter dem Begriff „Europäische Union“ als sie Anfang der 1990er Jahre zur Gründung eben jener Union schritten? Ausgehend von dieser Leitfrage untersucht die Studie konkurrierende Unionskonzepte am Vorabend des Vertrags von Maastricht. Sie führt dabei das Konzept der „Imaginäre“ in die europäische Integrationsgeschichte ein und argumentiert, dass sich die Unionskonzepte zwar an den gleichen Vorstellungsräumen ausrichteten, etwa dem „demokratischen Europa“, dem „Europa des Marktes“ oder dem „Europa der einen Stimme“. Jedoch projizierten die hier untersuchten Akteure auf diese Imaginäre ganz unterschiedliche Vorstellungen, die häufig von den jeweiligen politischen Systemen der untersuchten Länder, aber auch von politischen Ideologien geprägt waren. Je nach Perspektive sollte mit der Gründung der EU ein europäischer Bundesstaat ins Werk gesetzt oder der Intergouvernementalismus fest in der Institutionenordnung verankert werden; das Marktprinzip als Leitgedanke der Wirtschaftsintegration festgeschrieben oder die Europapolitik stärker an sozialen Erwägungen ausgerichtet werden; Europa auf der internationalen Bühne endlich geschlossen auftreten oder lediglich der Rahmen für die Verfolgung nationaler Außenpolitiken gesetzt werden. Vor diesem Hintergrund kommt die Studie zu dem Schluss, dass der Vertrag von Maastricht eine beeindruckende Leistung des Interessenausgleichs darstellte, gleichzeitig jedoch die Unmöglichkeit aufzeigte, sich auf eine gemeinsame Zukunftsvision zu verständigen
Beschreibung:1 Online-Ressource (XII, 365 p.)
ISBN:9783111619439
3111619435
9783111618340
311161834X
9783111619361
3111619362
Zugangseinschränkungen:Restricted Access