Entspannung nicht auf Kosten des Sozialismus. Das Treffen Andrei Gromyko - Erich Honecker am 11./12. Mai 1978

Vorspann In Moskau machte man sich keine Illusionen: Die DDR steckte in der Schulden¬falle und mußte ständig neues Geld im Westen aufnehmen. Die Folge davon war eine beängstigende Abhängigkeit von der Bundesrepublik, die für ihr finanzielles Ent-gegenkommen natürlich einen politischen Preis forderte...

Ausführliche Beschreibung

Bibliographische Detailangaben
Veröffentlicht in:Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. - Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1953. - 59(2011), 1 vom: 11. Jan., Seite 121-147
1. Verfasser: Altrichter, Helmut (VerfasserIn)
Format: Aufsatz
Sprache:English
Veröffentlicht: 2011
Zugriff auf das übergeordnete Werk:Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte
Beschreibung
Zusammenfassung:Vorspann In Moskau machte man sich keine Illusionen: Die DDR steckte in der Schulden¬falle und mußte ständig neues Geld im Westen aufnehmen. Die Folge davon war eine beängstigende Abhängigkeit von der Bundesrepublik, die für ihr finanzielles Ent-gegenkommen natürlich einen politischen Preis forderte. Moskau war diese systemwidrige deutsch¬ deutsche Sonderbeziehung ein Dorn im Auge und ließ die SED Führung darüber auch nicht im unklaren, wie der renommierte Osteuropa Historiker Helmut Altrichter anhand einer Dokumentation des Treffens von Außenminister Gromyko mit dem Generalsekretär der SED Erich Honecker zu zeigen vermag. Eine Wende bewirkte Gromyko damit aber nicht, die kam später, wenn auch unter ganz anderen Vorzeichen.
Abstract During a visit in East Berlin in May 1978, the Soviet Foreign Minister Gromyko severely took the SED leadership to task: Every year 8 million West Germans visited the GDR, 35 million telephone calls were conducted between citizens in both states and 250 million letters were exchanged; in his view, despite a rhetoric of dissociation, the GDR leadership maintained special, intra-German relations with the Federal Republic, excessively accommodated the desires for consumption of its own population, permitted the Deutsch-Mark to function as a secondary currency, was seeking détente at the expense of Socialism and made itself dependent on the West. However Honecker stayed the course, ultimately because he had little choice for political and economic reasons.
Beschreibung:© by Oldenbourg Wissenschaftsverlag, Erlangen, Germany
ISSN:0042-5702
DOI:10.1524/vfzg.2011.0006