Von den Besiegten lernen? : die kriegsgeschichtliche Kooperation der U.S. Armee und der ehemaligen Wehrmachtselite 1945-1961

Trotz anfänglicher Bemühungen der Alliierten, die deutsche Militärelite für Verbrechen im Zweiten Weltkrieg zur Verantwortung zu ziehen, gelang es den meisten deutschen Generälen und Offizieren nach 1945 rasch, sich den neuen, insbesondere von den USA vorgegebenen politischen Rahmenbedingungen anzup...

Ausführliche Beschreibung

Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Howell, Esther-Julia 1981- (VerfasserIn)
Weitere Verfasser: Wirsching, Andreas 1959- (AkademischeR BetreuerIn), Kronenbitter, Günther 1960- (AkademischeR BetreuerIn), Universität Augsburg, De Gruyter Oldenbourg
Format: E-Book
Sprache:German
Veröffentlicht: Berlin Boston : De Gruyter Oldenbourg, [2016]
Mit dem übergeordneten Werk verknüpfte Titel:Studien zur Zeitgeschichte Band 90
Zugriff auf das übergeordnete Werk:Studien zur Zeitgeschichte
Schlagworte:History of Germany HISTORY / Modern / 20th Century Deutsches Reich Kooperation Militär USA Geschichte 1945-1961
Umfang:1 Online-Ressource (XII, 384 Seiten)
Beschreibung
Zusammenfassung:Trotz anfänglicher Bemühungen der Alliierten, die deutsche Militärelite für Verbrechen im Zweiten Weltkrieg zur Verantwortung zu ziehen, gelang es den meisten deutschen Generälen und Offizieren nach 1945 rasch, sich den neuen, insbesondere von den USA vorgegebenen politischen Rahmenbedingungen anzupassen. Bei der Integration der deutschen Militärelite in die westliche Wertegemeinschaft spielte auch die langjährige kriegsgeschichtliche Kooperation der U.S. Armee mit hunderten ehemaligen Wehrmachtsoffizieren eine wichtige Rolle, in deren Rahmen die Deutschen tausende Studien zum Zweiten Weltkrieg verfassten. Dabei bot die sogenannte Historical Division den deutschen Militärs ein sinnstiftendes Betätigungsfeld und äußerst günstige Rahmenbedingungen für die Formulierung einer apologetischen Geschichtsdeutung. Die Autorin zeichnet die Entwicklungsgeschichte der kriegsgeschichtlichen Kooperation auf breiter Quellenbasis nach und rekonstruiert detailliert die Arbeits- und Kommunikationsprozesse innerhalb des Projekts. Auf der Basis von Nachlässen deutscher und amerikanischer Beteiligter, vor allem aber der Verwaltungsakten der Historical Division analysiert sie, warum die Amerikaner den deutschen Militärs einen so hohen Deutungsspielraum einräumten und sich sogar aktiv an der transatlantischen Verbreitung der Legende von der "sauberen Wehrmacht" beteiligten.
Beschreibung:Quellen- und Literaturverzeichnis: Seite 359-379
Beschreibung:1 Online-Ressource (XII, 384 Seiten) Diagramme
ISBN:9783110415391
3110415399
9783110415681
3110415682
9783110415407
3110415402
9783110414783
3110414783
DOI:10.1515/9783110415391
Zugangseinschränkungen:Open Access