Wettkampf der Nationen : Konstruktionen einer deutschen Ehrgemeinschaft an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit
Hauptbeschreibung: In jüngerer Zeit wird in den Sozialwissenschaften die Ansicht vertreten, Nationen seien Erzeugnisse der Moderne. Caspar Hirschis Theorie lautet gegenläufig, dass die Nationenbildung einen diskontinuierlichen Prozess von langer Dauer darstellt, der in Europa schon im Spätmittelalt...
1. Verfasser: | |
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Format: | E-Book |
Sprache: | German |
Veröffentlicht: |
Göttingen : Wallstein Verlag,
2013
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Umfang: | Online-Ressource (559 p) |
Inhaltsangabe:
- Umschlag; Titel; Inhalt; Dank; Einleitung; Vorspann; Fragestellung, Methode, Aufbau; Ausblick; 1. Theorie; Aufbau und Argumentation; 1.1. Die Nation: Ein Kind der Moderne?; 1.1.1. Modernistische Nationalismustheorien; 1.1.2. Leser und Lehrer der Modernisten; 1.1.3. Mediävistische »nationes«-Forschung; 1.1.4. Unterscheidungskriterien vormoderner und moderner Nationenbildung; 1.2. Die Methodenfrage; 1.2.1. Vorteile einer konstruktivistischen Nationalismustheorie; 1.2.2. Theorie und Definitionen; 1.3. Der Humanismus: Vater der Moderne?
- 2. Von der Antike zum Humanismus: patria und natio im MittelalterAufbau und Argumentation; 2.1. Der Diskurs der patria: Monarchische Elitendisziplinierung; 2.1.1. »Le saint royaume de France« als »patria communis«; 2.1.2. Die patria Germania und das römische Recht: Lupold von Bebenburg; 2.1.3. Lupolds Deutschlandkonstrukt: Ein Universalisierungssprung; 2.1.4. Patria im deutschen Humanismus; 2.2. Von der natio zur Nation; 2.2.1. Die nationes an den Universitäten und die Nationalisierung Böhmens; 2.2.2. Das Konstanzer Konzil und die Konstruktion einer nationalen Wettkampfrhetorik
- 2.2.3. Von den kirchlichen Gravamina zur nationalen Romfeindschaft2.2.4. Politisierung des Sprachraums und Nationalisierung der Politik; 3. Der italienische Humanismus: Kulturimperialismus als Anstoß der Nationalisierung; Aufbau und Argumentation; 3.1. Antibarbaries; 3.2. Der Barbarendiskurs der griechischen und römischen Antike; 3.3. Die Italia im italienischen Humanismus; 3.3.1. Imperiale Zivilisation gegen imperiale Barbarei; 3.3.2. Romanisierung Italiens: Die expansive Republik des Cola di Rienzo; 3.3.3. Italien als Schutzgebiet Roms vor den Barbaren: Petrarca
- 3.3.4. Sprachkritik als Reisebericht - Petrarcas Autopsie von Textlandschaften3.3.5. Vom humanistischen Barbarendiskurs zur Nationalisierung; 3.3.6. Wer war »Italien«? - Bausteine einer Gemeinschaft von Nichtverwandten; 3.3.7. Italien als rhetorische Waffe der Florentiner Außenpolitik: Coluccio Salutati; 3.3.8. Italien als Raum politischer Hegemonialansprüche: Leonardo Bruni; 3.3.9. Die Autonomisierung des humanistischen Italiens: Lorenzo Valla und Flavio Biondo; 3.4. Das stereotype Bild der Deutschen im italienischen Humanismus; 4. Humanistischer Nationalismus in Deutschland
- Aufbau und Argumentation4.1. Das agonale Prinzip; 4.1.1. Kultur kommt von Konkurrenz: Burckhardts Griechen; 4.1.2. Die Ehre der Nation: Wie das Ausland zur Windmühle wird; 4.1.3. Die Universalität nationaler Agonalität; 4.1.4. Wettkampfterrain 1: Herrschaft und Territorium; 4.1.5. Wettkampfterrain 2: Religiöser Leistungsausweis; 4.1.6. Wettkampfterrain 3: Moral- und Sittenindex; 4.1.7. Wettkampfterrain 4: Mechanische Künste; 4.1.8. Wettkampfterrain 5: Freie Künste; 4.1.9. Die Autonomisierung der Nation; 4.2. Antibarbaries
- 4.2.1. Die »Heimatfront«: Zivilisierung und Pazifizierung der rohen Deutschen