An den Grenzen der Invektivität : Herabsetzungspotentiale von Humor, Kritik und Gewalt

Viele Menschen bedenken bei Äußerungen sehr sorgfältig mit, inwiefern die eigenen Aussagen die Gesprächspartner oder das Publikum verletzen könnten. Doch der Ton scheint gleichzeitig rauer geworden zu sein. Die zunehmende Verbreitung einer härteren, verletzenderen und hasserfüllteren öffentlichen Sp...

Ausführliche Beschreibung

Bibliographische Detailangaben
Weitere Verfasser: Fehlemann, Silke 1968- (HerausgeberIn), Greschke, Heike 1969- (HerausgeberIn), Kanzler, Katja 1972- (HerausgeberIn), Schwerhoff, Gerd 1957- (HerausgeberIn)
Format: E-Book
Sprache:German
Veröffentlicht: Frankfurt New York : Campus Verlag, 2024
Schlagworte:Geschichte Kommunikation Gewalt Kulturgeschichte Geschichtswissenschaft Mediengeschichte Sprachwissenschaft Gewaltforschung Humor Germanistik mehr... Satire Witz Hass Kontroverse Beleidigung Herabsetzung Hassrede Invektivität Schmähung Öffentlichkeit Medien Invektive Sprache
Umfang:1 Online-Ressource (313 Seiten)
Beschreibung
Zusammenfassung:Viele Menschen bedenken bei Äußerungen sehr sorgfältig mit, inwiefern die eigenen Aussagen die Gesprächspartner oder das Publikum verletzen könnten. Doch der Ton scheint gleichzeitig rauer geworden zu sein. Die zunehmende Verbreitung einer härteren, verletzenderen und hasserfüllteren öffentlichen Sprache wird in den Medien immer wieder thematisiert; heute besteht eine unüberschaubare Vielfalt an verbalen Praktiken der Herabsetzung. Aber wo liegt die Grenze? Wie unterscheiden sich anerkannte und legitime Formen der Kommunikation von verletzenden Sprechformen? Kann es überhaupt Humor, Satire und Witze geben, die nicht herabsetzen? Wie lassen sich Übergänge zwischen Sprache und Gewalt beschreiben? Ist das Potenzial der Herabsetzung an bestimmte Medien geknüpft? Die Beiträge dieses Bandes betrachten das Phänomen der Invektivität von seinen Grenzbereichen aus; sie zeigen, wie sehr das Herabsetzungspotential von bestimmten Konstellationen der Kommunikation, aber auch von der sozialen Stellung der Handelnden, von ihrem Geschlecht oder von ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gemeinschaften abhängig ist.
Many people carefully consider the extent to which their statements might offend their interlocutors or the audience. Yet, at the same time, the tone seems to have become harsher. The increasing prevalence of harsher, more hurtful, and more hateful public language is repeatedly addressed in the media; today, there is an overwhelming variety of verbal practices of denigration. But where is the boundary? How do recognized and legitimate forms of communication differ from hurtful forms of speech? Can there even be humor, satire, and jokes that are not denigrating? How can the boundaries between language and violence be described? Is the potential for denigration tied to specific media? The contributions to this volume examine the phenomenon of invective from its limits; they show how greatly the potential for denigration depends on certain constellations of communication, but also on the social status of the actors, their gender, or their membership in certain communities. [Mit Google Übersetzer übersetzt]
Beschreibung:Gesehen am 13.03.2025
Beschreibung:1 Online-Ressource (313 Seiten)
ISBN:9783593455259
3593455250
9783593517858
359351785X
DOI:10.12907/978-3-593-45525-9
Zugangseinschränkungen:Open Access