Carl Zumbe – Montanexperte in braunschweigischen und hessen-kasselischen Diensten : Fallstudie zur praktischen Verwissenschaftlichung des Montanwesens um 1700
"Diese Fallstudie befasst sich mit der praktischen Verwissenschaftlichung und den sie gestaltenden Experten des Montanwesens der frühen Neuzeit, die im Vergleich zur zeitgenössischen technischen Montanliteratur kaum untersucht sind. Mit der Biografie des Carl Zumbe (1662-1735) wird die Karriere...
| Veröffentlicht in: | Technikgeschichte. - Baden-Baden : Nomos, 1933. - 87(2020), 3, Seite 201-230 |
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| 1. Verfasser: | |
| Format: | Aufsatz |
| Sprache: | German |
| Veröffentlicht: |
2020
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| Zugriff auf das übergeordnete Werk: | Technikgeschichte |
| Zusammenfassung: | "Diese Fallstudie befasst sich mit der praktischen Verwissenschaftlichung und den sie gestaltenden Experten des Montanwesens der frühen Neuzeit, die im Vergleich zur zeitgenössischen technischen Montanliteratur kaum untersucht sind. Mit der Biografie des Carl Zumbe (1662-1735) wird die Karriere eines Montanexperten nachverfolgt, der nach einer juristischen Ausbildung in Italien und einer wichtigen bergtechnischen Erfindung (Letten-Schießen) eine hüttentechnische Laufbahn im Harz begann und zunächst seine metallurgischen Kenntnisse erweiterte. Nach dem Wechsel in hessen-kasselische Dienste verband er in seiner berg- und hüttenfachlichen Aufsichtstätigkeit detaillierte betriebswirtschaftliche Untersuchungen und Berichte mit metallurgischen und chemischen Analysen zur Verbesserung der betrieblichen Prozesse. Zugleich versorgte er die naturwissenschaftlichen Forscher am Kasseler Kunsthaus und Collegium Carolinum mit entsprechenden Untersuchungen. Neben der Leitung von Prestigeprojekten (Wasserstollen für die Kaskaden des Herkules) oblag ihm auch der Aufbau völlig neuer Industriezweige (Blaufarbenindustrie) und die Einführung neuer Techniken. Bis zum Ende seiner Karriere in der mittleren Leitungsebene des Montanwesens verbleibend agierte er als Berater und Vermittler zwischen den betrieblichen Praktikern und der Bergstube bzw. Rentkammer. Der Transfer seines Wissens lässt sich nicht nur in seinen dienstlichen und wissenschaftlichen Netzwerken, sondern auch in familiären Beziehungen nachverfolgen" (Abstract) |
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| ISSN: | 0040-117X |