Der Souveränitätseffekt

Die Finanzkrise hat in ihrer jüngsten Zuspitzung zu einer unverkennbaren Krise des Regierens geführt, zu einer Notstandspolitik in der Grauzone zwischen Wirtschaft und Politik: Die Regierungsgeschäfte haben Expertenkomitees, improvisierte Gremien und 'Troikas' übernommen, deren Legitimatio...

Ausführliche Beschreibung

Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Vogl, Joseph 1957- (VerfasserIn)
Format: Buch
Sprache:German
Veröffentlicht: Zürich Berlin : diaphanes, 2015
Ausgabe:1. Auflage
Schlagworte:Finanzkapitalismus Finanzkrise Macht Souveränität Wirtschaftswissenschaft Capitalism Economics Political science Power (Social sciences) Capital mehr... Politische Theorie Politisches System Wirtschaftssystem Interdependenz Verflechtung Kapitalismus Internationaler Kreditmarkt Akteur Wirtschaft Staat Implikation Legitimität Analyse Politik Finanzkapital Machtstruktur Politische Ökonomie Finanzwirtschaft Regierung
Umfang:319 Seiten
Beschreibung
Zusammenfassung:Die Finanzkrise hat in ihrer jüngsten Zuspitzung zu einer unverkennbaren Krise des Regierens geführt, zu einer Notstandspolitik in der Grauzone zwischen Wirtschaft und Politik: Die Regierungsgeschäfte haben Expertenkomitees, improvisierte Gremien und 'Troikas' übernommen, deren Legitimation der Ausnahmefall ist. Diese Entwicklung ist allerdings keineswegs neu. Wie Joseph Vogl in seinem neuen Buch zeigt, sind die Dynamiken des kapitalistischen Systems und des Finanzkapitalismus durch eine Ko-Evolution von Staaten und Märkten geprägt, in der sich wechselseitige Abhängigkeiten etablieren und verstärken. Vom frühneuzeitlichen Fiskus an zeichnen sich Souveränitätsreservate eigener Ordnung ab, die autonom innerhalb der Regierungspraxis wirken und im Interesse privater Reichtumssicherung die Geschicke unserer Gesellschaften bestimmen: als ungenannte Vierte Gewalt im Staat. Die aktuelle Dominanz von Finanzmärkten wird so als jüngste Spielart einer Ökonomisierung des Regierens begriffen, in der die Verschränkung von Machtausübung und Kapitalakkumulation informelle 'Souveränitätseffekte' erzeugt. „Joseph Vogl wirft einen originellen und aufschlussreichen Blick auf transnationale Machtstrukturen, seine Darstellung überzeugt. Gleich auf den ersten Seiten fällt das schwerwiegende Wort vom Staatsstreich. Aber vielleicht sind wir nur das offene Wort nicht mehr gewohnt“ (titel-kulturmagazin.net). Platz 6 der SZ/NDR-Sachbücher im April 2015
Beschreibung:Literaturverzeichnis: Seite 293-319
Beschreibung:319 Seiten Illustrationen, Diagramme 18 cm
ISBN:3037342501
9783037342503